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„Im Prinzip Abendmahlgemeinschaft möglich“
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 Gruppenfoto mit Moderatorin Christine Bausch, Mitgliedern des Arbeitskreises Burgkirchengespräch sowie den Referenten Wolfgang Fischer (untere Reihe, 1.v.l.) und Detlev Knoche (obere Reihe, 1.v.l.)
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Burgkirchengespräch beschäftigte sich mit dem Kirchentag als Impulsgeber für die Ökumene
Dekanat Ingelheim, 21. Juni 2010. Stagnation oder Aufbruch? Welche Impulse gehen vom Kirchentag für die Ökumene aus? Unter diesem Motto stand das zweite Burgkirchengespräch in diesem Jahr. Der veranstaltende Arbeitskreis hatte zwei Referenten eingeladen, die sich dem Thema von beiden Seiten näherten. Pfarrer Detlev Knoche, seit 2009 Leiter des Zentrums Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), stellte sich ebenso den Fragen von Moderatorin Christine Bausch wie sein katholischer Kollege Wolfgang Fischer, Liturgiereferent im Bistum Mainz. Gemeinsam lieferte das Trio auf dem Podium eine Nachlese zum ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 16. Mai in München stattgefunden hatte. Als eines der großen Symbole der fünftägigen Veranstaltung bewertete Pfarrer Helmut Huber vom Arbeitskreis Burgkirchengespräch in seiner Begrüßung das Brotbrechen auf dem Odeonsplatz. Über 20 000 Menschen waren dort an tausend Tischen zu einem zweistündigen Vespergottesdienst zusammengekommen.
Auch für die Referenten hatte das orthodoxe Brotbrechen eine große Symbolkraft, es machte für sie zugleich aber deutlich, dass andere Formen der Ökumene derzeit nicht möglich sind. Eine gemeinsame Abendmahlsfeier ist der Wunsch vieler evangelischer und katholischer Christen. „Es gibt für mich schon Hoffnung, vielleicht sind auch Zwischenschritte möglich“, näherte sich Pfarrer Knoche dem Thema mit Bedacht. Sein katholischer Gesprächspartner zeigte sich dem Thema gleichermaßen aufgeschlossen: „Im Prinzip ist eine Abendmahlsgemeinschaft möglich, von meiner Seite sogar sehr gewünscht“, bezog Wolfgang Fischer eine deutliche Position. Zwar bat er, die Haltung der katholischen Amtskirche zu verstehen und verwies auf den unterschiedlichen Stellenwert der Eucharistie, zugleich machte der Liturgiereferent aber keinen Hehl daraus, dass er selbst eine andere Auffassung vertritt. Immer wieder war im Verlaufe der Diskussion von einer „Eiszeit“ im Hinblick auf die Ökumene die Rede, welche durch die strikte Haltung von Papst Benedikt XVI. ausgelöst worden sei. „Das Problem ist, dass wir als Kirche nicht anerkannt werden“, brachte Pfarrer Knoche die Problematik auf den Punkt und bezeichnete das Primat des Papstes als „die zentrale ökumenische Herausforderung.“
Auf die Frage von Moderatorin Christine Bausch, wie es mit der Ökumene in den Gemeinden weitergehen werde, waren sich die Referenten einig. Man müsse den Weg der Ökumene fortsetzen, schließlich gebe es zwischen beiden Konfessionen weit mehr Einendes als Trennendes. Ein erster konkreter Schritt wäre eine Vereinbarung zwischen den Kirchen, konfessionsverschiedene Paare zum gemeinsamen Abendmahl zuzulassen, schlug Pfarrer Detlev Knoche vor.

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