Benefizaktion von Wiesbadener Wohnsitzlosen für die Erdbebenopfer auf Haiti
 |  | 
 Quelle: Teestube Wiesbaden
|
Haiti ist aus den Schlagzeilen verschwunden - die wohnsitzlosen Menschen aus Wiesbaden haben die Haitianer allerdings nicht vergessen: Die Teestube der Diakonie in Wiesbaden, die zwischen 100 und 120 obdachlose Menschen täglich aufsuchen, veranstaltete Ende Mai einen Basar. Der Erlös von 75,20€ kam der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe zugute, die in Haiti Hilfe leistet. Zuvor hatte Dr. Hans Jürgen Steubing, Beauftragter für Ökumenische Diakonie, in einem Vortrag über die Situation in dem Karibikstaat und nachhaltige Hilfe informiert. Ein Erdbeben hatte vor einem halben Jahr zu zahlreichen Toten, Verletzten und schweren Verwüstungen geführt.
Engagement der Wohnsitzlosen
Die Besucherinnen und der Besucher der Teestube waren sich nach dem Vortrag einig: „Wir tun was!“. Eine Mitarbeiterin freute sich über die Motivation: „Zwei Besucher haben sich fünf Stunden hinter unseren Stand gestellt und sich beim Verkauf sehr engagiert gezeigt!“
Die Teestube ist eine Tagesaufenthaltsstelle mit angegliederter Fachberatung und bietet insbesondere wohnungslosen und sozial ausgegrenzten Menschen Beratung, Hilfestellung, sowie Arbeits- und Übernachtungsmöglichkeiten an.
Wiederaufbau wird in die Wege geleitet
Hans Jürgen Steubing macht deutlich, dass der Wiederaufbau in Haiti noch Jahre in Anspruch nehmen werde. Er umreißt das Engagement der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort: „Es wurden rund 2000 Familienzelte, Nothilfepakete und Hygienesets verteilt. Außerdem hat die evangelische Hilfsorganisation von der UN das Camp-Management für vier Notlager im Raum Jacmel übertragen bekommen.“ Gemeinsam mit ihrem lokalen Partner koordiniere sie die Hilfsmaßnahmen und organisiere Selbsthilfeinitiativen wie Aufräumaktionen und Gemeinschaftsküchen. Neben ihrem Engagement für die medizinische Versorgung leitet die Katastrophenhilfe den Wiederaufbau in die Wege.

|